Fahrrad-Codier-Aktion: Gladbecker / -innen stehen Schlange

Beim Fahrrad-Aktionstag der Stadt Gladbeck am Samstag, 8. Juli, führte die Verkehrswacht Bottrop Fahrrad-Codierungen auf dem Willy-Brandt-Platz am Gladbecker Rathaus durch.
Der Andrang war enorm. Mehr als eine Stunde über das Veranstaltungsende hinaus mussten die Verkehrswachtler arbeiten, obwohl die Annahme-Liste frühzeitig geschlossen worden war.
Für zahlreiche Gladbecker / -innen blieb nur der Hinweis auf die regulären Codierungstermine auf dem Hof des Straßenverkehrsamtes der Stadt Bottrop.

Durchschnittlich alle sechs Minuten wurde ein Fahrrad oder Pedelec mit einem dauerhaften individuellen Code versehen und mitsamt Fahrradpass an die Eigentümerin / den Eigentümer zurückgegeben.


Knapp 1.000 Viertklässler geprüft

Radfahrprüfung für die Kinder der Paulschule.
Zunächst werden deren Fahrräder kontrolliert.
Auf der Prüfungsstrecke, höchste Schwierigkeit:
Rote Ampel mit Grünpfeilschild!

Radfahrausbildung an den Grund- und Förderschulen im Schuljahr 2016 / 2017 mit den praktischen Prüfungen abgeschlossen.

Am Anfang der Radfahrausbildung stehen für die Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufe 4 immer Theorie und Praxis im geschützten Raum an der von der Verkehrswacht betriebenen Jugendverkehrsschule. Es folgen Übungen unter Federführung der Polizei in der Verkehrswirklichkeit und theoretische Prüfung.
Den Abschluss bildet die Prüfungsfahrt. Nach Kontrolle der Fahrräder auf technische Mängel gehen die Mädchen und Jungen einzeln auf die Prüfungsstrecke. Verkehrswachtler stehen an wichtigen Stellen, greifen »wenn nötig« helfend ein und registrieren als Beobachtungsposten das Verkehrsverhalten der Kinder.

Mit mehr als 200 Stunden ehrenamtlicher Arbeit beteiligt sich die Verkehrswacht Bottrop in jedem Jahr an den Radfahrprüfungen. Drei Wochen lang, an jedem Werktag von Montag bis Donnerstag, sind die Verkehrswachtler im Einsatz.

Weitere Fotos von den Radfahrprüfungen zum Ende des Schuljahres 2016/17

  • Die Prüfungsstrecke der Kinder der Astrid-Lindgren-Schule liegt vor der Haustür der Jugendverkehrsschule.

  • Hilfestellung durch den 1. Vorsitzenden der Verkehrswacht Bottrop, Hans-Christian Geise.

  • An gefährlichen Stellen, wie hier am Eigener Markt, wechseln die Kinder "in den Fußgänger-Modus".

  • Wer "... dem Verlauf der abknickenden Vorfahrtstraße folgen will, muss dies ... ankündigen".

  • Links-Abbiegen nach der Methode "Trick 17".

  • Polizeihauptkommissar Rolf Schmidt mit letzten Hinweisen, bevor er die Kinder der Paulschule auf die Prüfungsstrecke schickt.

  • Kinder der Richard-Wagner-Schule auf der Prüfungsstrecke.

  • An beinahe allen Prüfungstagen herrschte wunderbares Sommerwetter.

  • Pädagogen im Gespräch: Frau Dorkewitz, Schulleiterin der Konradschule, und Verkehrswachtler Heinz Drießen, vor der Pensionierung selbst Lehrer in Bottrop.

  • Die allermeisten Autofahrer/-Innen verhielten sich rücksichts- und verständnisvoll.

  • Gleich geht's los! Die Kinder der Ludgerusschule tragen bereits die Sicherheitswesten.

  • Auf kurze Distanz: Links- / Rechts- / Link-Abbiegen.



Hauptversammlung 2017 der Deutschen Verkehrswacht: Verkehrswacht Bottrop entsendet Delegierten

Zu den knapp 90 Delegierten, die sich am 9. und 10. Juni in Würzburg versammelten, gehörten auch sechs Verkehrswachtler aus Nordrhein-Westfalen. Mit dabei war Reinhard Lücke, der 2. Vorsitzende der Verkehrswacht Bottrop.
An zentraler Stelle der Veranstaltung stand die Beratung von Empfehlungen, die der Wissenschaftliche Beirat der Deutschen Verkehrswacht eingebracht hatte. Dabei ging es unter anderem um die Verkehrssicherheit älterer Kraftfahrer und die Verkehrssicherheit automatisierter Fahrzeuge.

Die Delegation der Landesverkehrswacht Nordrhein-Westfalen bei der Hauptversammlung der Deutschen Verkehrswacht 2017 in Würzburg
(von links: Dieter Rohlfing | Kreisverkehrswacht Minden-Lübbecke, Reinhard Lücke | Verkehrswacht Bottrop, Karoline Strauch-Schmitz | Verkehrswacht Rhein.-Berg. Kreis, Vizepräsident MdL RA Klaus Voussem, Maria Brendel-Sperling | Verkehrswacht Essen, Burkhard Nipper | Geschäftsführender Direktor, Vizepräsident RA Stephan Stracke)


Anradeln 2017

Die Mitglieder des Arbeitskreises Nahmobilität (AK Nahmobilität) gehen zum Start der diesjährigen Radsaison auf eine rund zwölf Kilometer lange Radtour durch die Stadt.

Der AK Nahmobilität ist nicht etwa ein Ausschuss oder Beirat des Rates der Stadt Bottrop. Vielmehr handelt es sich um ein Gremium, das einerseits vom Stadtplanungsamt / Abteilung "Verkehrsplanung" betreut wird und andererseits die städtischen Verkehrsplaner in Sachen Nahmobilität berät.
Die Mitglieder des Arbeitskreises kommen aus den im Rat der Stadt Bottrop vertretenen Parteien sowie von den Bottroper Vereinen und Verbänden, die sich mit Angelegenheiten des Straßenverkehrs befassen.
Die Verkehrswacht Bottrop ist dort durch ihren 2. Vorsitzenden, Reinhard Lücke, vertreten. Vorsitzender des AK Nahmobilität ist Hans-Christian Geise, der 1. Vorsitzende der Verkehrswacht Bottrop, in seiner Funktion als Ratsherr.
In der letzten Mai-Woche machten sich die AK-Mitglieder per Rad auf eine etwa zwölf Kilometer lange Rundfahrt durch die Stadt. Auf der von Hans-Christian Geise erarbeiteten Route wurden Abschnitte mit kürzlich umgesetzten Radverkehrsmaßnahmen sowie aktuell noch bestehende Problemstellen der Radverkehrsplanung besucht.

Hans-Christian Geise, 1. Vorsitzender der Verkehrswacht und zugleich Vorsitzender des AK Nahmobilität, erläutert am Knoten "Friedrich-Ebert-Str. / Gladbecker Str. / Scharnhölzstr." die geplanten Radverkehrsmaßnahmen.

Was unter "Nahmobilität" zu verstehen ist, wird sehr gut verständlich im "Aktionsplan der Landesregierung zur Förderung der Nahmobilität" (am 07.02.2012 vom Landeskabinett beschlossen) erklärt.
Danach bezeichnet Nahmobilität die individuelle Mobilität, vorzugsweise zu Fuß und mit dem Fahrrad, aber auch mit anderen nicht motorisierten Verkehrs- bzw. Fortbewegungsmöglichkeiten (Inliner, Skater etc.).
Der dem Begriff "Nahmobilität" zu Grunde liegende gedankliche Ansatz stammt von der Arbeitsgemeinschaft fußgänger- und fahrradfreundlicher Städte, Gemeinden und Kreise in NRW (AGFS). Danach geht es darum, den nicht motorisierten, körperbasierten Verkehr als eigene Verkehrsgruppe gegenüber dem Motorisierten Individualverkehr (MIV) und dem Öffentlichen Personen- und Nahverkehr (ÖPNV) abzugrenzen und seine gleichwertige Behandlung im Gesamtverkehr einzufordern (siehe auch die Ausführungen zu  =>  Nahmobilität 2.0 der AGFS).



Verkehrswacht-Stand bei Mazda Rottmann gut besucht

Am ersten Februar-Wochenende 2017 eröffnete das Autohaus Rottmann in Bottrop-Kirchhellen seine neue Verkaufshalle. Zu der Eröffnungsfeier wurden beinahe 2.000 Besucher gezählt. Viele von ihnen nutzten die Gelegenheit und absolvierten die von der Verkehrswacht angebotenen Verkehrssicherheitstests.

Der Verkehrswacht-Stand bei Eröffnung der neuen Verkaufshalle von Mazda Rottmann.

Eine Sehschwäche entwickelt sich häufig schleichend und bleibt wegen des Gewöhnungseffekts oft lange unbemerkt. Nicht nur vereinzelt stellten die Besucherinnen und Besucher des Verkehrswacht-Standes nach der Teilnahme am Seh- und Reaktionstest zur eigenen Überraschung fest, dass es Zeit wird für einen Besuch beim Augenarzt.

Wer sich auf den Rauschbrillen-Parcour traute, erlebte "am eigenen Leib" den massiven Kontrollverlust bei einer Alkoholbeeinflussung von 1,1 pro mille.

interaktive PC-Simulation zur Aufprallgeschwindigkeit

Was den allermeisten Autofahrerinnen und Autofahrern in der Theorie bekannt ist, wurde mit der aktiven Computersimulation der Verkehrswacht eindrucksvoll vor Augen geführt und machte manche geradezu betroffen: Wer innerorts die zulässige Höchstgeschwindigkeit um 20 km/h überschreitet, verursacht einen in aller Regel tödlichen Aufprall mit 50 km/h. Bei Einhaltung der vorgeschriebenen Höchstgeschwindigkeit hätte sie / hätte er den Unfall vermieden.

Wenn für eine Veranstaltung in Ihrem Unternehmen oder für die Aktivitäten in Ihrem Verein / in Ihrer Gruppe "Verkehrssicherheit" ein Thema sein könnte, informieren Sie sich doch einmal über die Angebote der Verkehrswacht Bottrop.

Über eine entsprechende Anfrage würden wir uns freuen.

 

 



Verkehrssicherheitsarbeit für Flüchtlinge

Verkehrswacht übernimmt Radfahrausbildung für Schüler der internationalen Förderklassen am Berufskolleg der Stadt Bottrop

 

Auf Anfrage von Mario Papierok (Schulsozialpädagoge am Berufskolleg der Stadt Bottrop) übernahm die Verkehrswacht kurzfristig die Radfahrausbildung für zwölf Schüler der Internationalen Förderklassen am Berufskolleg der Stadt Bottrop. Nach drei Unterrichtstagen mit Theorie- und Praxisanteilen sollen die jungen Männer die wichtigsten Verkehrszeichen kennen sowie elementare Verkehrsregeln anwenden und sich damit sicher auf Bottrops Straßen als Radfahrer bewegen können.

Reinhard Lücke (2. Vorsitzender der Verkehrswacht Bottrop) beim Theorie-Unterricht.
Im Klassenraum der Jugendverkehrsschule erklärt er Schülern der internationalen Förderklassen am Berufskolleg der Stadt Bottrop, wie sie sich als Radfahrer beim Linksabbiegen verhalten müssen.

Den Unterricht führt Reinhard Lücke durch - 2. Vorsitzender der Verkehrswacht Bottrop und sonst für die Radfahrausbildung der 4.-Klässler an der Jugendverkehrsschule zuständig. An der Jugendverkehrsschule findet jetzt auch das Radfahrtraining für die jugendlichen Flüchtlinge statt. Zu Lückes Unterrichtskonzept gehören die Vorfahrtregeln, die Linksabbiegervorschriften und die für Radfahrer wichtigsten Verkehrszeichen.

Reinhard Lücke: "Nach dem ersten Unterrichtstag kann ich noch nicht zuverlässig einschätzen, ob ich mit allen meinen Erklärungen auch wirklich verstanden worden bin. Aber ich konnte beobachten, wie sich die Schüler nach jedem Satz meiner Erläuterungen untereinander ausgetauscht und sich gegenseitig geholfen haben. Außerdem weiß ich, dass mein Unterricht am Berufskolleg nachbereitet wird. Eine tolle Idee ist die Wörterliste, die Frau Güdel anlegt und mit der sie den jungen Leuten die verkehrsrechtlichen Fachbegriffe, die ich nicht vermeiden kann, erklärt. Das Alles stimmt mich sehr optimistisch."

Elke Güdel und ist die Bereichsleiterin für den Ausbildungsqualifizierungsbereich am Berufskolleg, zu dem die Internationalen Förderklassen gehören. Sie unterrichtet unter anderem Deutsch und ist auch die Klassenlehrerin von einigen der Flüchtlinge.

Holger Wandhöfer ist bei der Jugendverkehrsschule am Maybachweg für das Außengelände und die Einsastzmittel zuständig.
Auch bei der Radfahrausbildung für die Schüler der Internationalen Förderklassen des Berufskollegs kümmert er sich kompetent und engagiert um diese Bereiche. Ohne seine ehrenamtliche Unterstützung würde die Beschulung der jugendlichen Flüchtlinge kaum so reibungslos ablaufen.