Anradeln 2017

Die Mitglieder des Arbeitskreises Nahmobilität (AK Nahmobilität) gehen zum Start der diesjährigen Radsaison auf eine rund zwölf Kilometer lange Radtour durch die Stadt.

Der AK Nahmobilität ist nicht etwa ein Ausschuss oder Beirat des Rates der Stadt Bottrop. Vielmehr handelt es sich um ein Gremium, das einerseits vom Stadtplanungsamt / Abteilung "Verkehrsplanung" betreut wird und andererseits die städtischen Verkehrsplaner in Sachen Nahmobilität berät.
Die Mitglieder des Arbeitskreises kommen aus den im Rat der Stadt Bottrop vertretenen Parteien sowie von den Bottroper Vereinen und Verbänden, die sich mit Angelegenheiten des Straßenverkehrs befassen.
Die Verkehrswacht Bottrop ist dort durch ihren 2. Vorsitzenden, Reinhard Lücke, vertreten. Vorsitzender des AK Nahmobilität ist Hans-Christian Geise, der 1. Vorsitzende der Verkehrswacht Bottrop, in seiner Funktion als Ratsherr.
In der letzten Mai-Woche machten sich die AK-Mitglieder per Rad auf eine etwa zwölf Kilometer lange Rundfahrt durch die Stadt. Auf der von Hans-Christian Geise erarbeiteten Route wurden Abschnitte mit kürzlich umgesetzten Radverkehrsmaßnahmen sowie aktuell noch bestehende Problemstellen der Radverkehrsplanung besucht.

Hans-Christian Geise, 1. Vorsitzender der Verkehrswacht und zugleich Vorsitzender des AK Nahmobilität, erläutert am Knoten "Friedrich-Ebert-Str. / Gladbecker Str. / Scharnhölzstr." die geplanten Radverkehrsmaßnahmen.

Was unter "Nahmobilität" zu verstehen ist, wird sehr gut verständlich im "Aktionsplan der Landesregierung zur Förderung der Nahmobilität" (am 07.02.2012 vom Landeskabinett beschlossen) erklärt.
Danach bezeichnet Nahmobilität die individuelle Mobilität, vorzugsweise zu Fuß und mit dem Fahrrad, aber auch mit anderen nicht motorisierten Verkehrs- bzw. Fortbewegungsmöglichkeiten (Inliner, Skater etc.).
Der dem Begriff "Nahmobilität" zu Grunde liegende gedankliche Ansatz stammt von der Arbeitsgemeinschaft fußgänger- und fahrradfreundlicher Städte, Gemeinden und Kreise in NRW (AGFS). Danach geht es darum, den nicht motorisierten, körperbasierten Verkehr als eigene Verkehrsgruppe gegenüber dem Motorisierten Individualverkehr (MIV) und dem Öffentlichen Personen- und Nahverkehr (ÖPNV) abzugrenzen und seine gleichwertige Behandlung im Gesamtverkehr einzufordern (siehe auch die Ausführungen zu  =>  Nahmobilität 2.0 der AGFS).